Der Theologische Ausschuss wird seit der Synode im April 2016 von Wilhelm Düringer, Gerhard Failing, Tatjana Frenzel, Olaf Schmidt, Katharina Stähler und Joachim Strauch gebildet.

 

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Der gemeinsame Theologische Ausschuss des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Biedenkopf und des Evangelischen Dekanats Gladenbach wurde beauftragt, Theologische Leitlinien zu erarbeiten. Diese sollen helfen, das Selbstverständnis der Arbeitsgemeinschaft der beiden Dekanate zu klären und ihren Dienst zu profilieren. Weiterhin sollen sie allen Christinnen und Christen in den Dekanaten als theologische Orientierung zur Verfügung gestellt werden. Eine Orientierung, die ausgerichtet am Evangelium Jesu Christi zu einer gemeinsamen, profilierten und zukunftsgerichteten Gestaltung evangelischen Christseins in der Region verhilft.

Der Theologische Ausschuss legte nach zweijähriger intensiver Arbeit den Synoden einen Entwurf der Theologischen Leitlinien vor und regte damit eine breite Diskussion auf allen Ebenen der kirchlichen Arbeit an. Die über 200 Rückmeldungen zu einzelnen Textabschnitten – neben vielen zustimmenden Voten auch Ergänzungsvorschläge sowie Widersprüche und alternative Formulierungsvorschläge – wurden vom Theologischen Ausschuss systematisch aufgearbeitet, diskutiert und – soweit möglich – eingearbeitet.

Im Herbst wurden der gemeinsamen Synode vier kurze Beschlusstexte vorgelegt. Dem ist jeweils eine Hinführung vorangestellt, in der die Leitlinie erläutert wird. Zudem werden in einer ausführlichen Einleitung prägende Traditionen unserer Kirchenregion und das den Leitlinien zugrundeliegende Kirchenverständnis vorgestellt. Die Hinführungen und die Einleitung dienen dem Verständnis der Beschlusstexte.

Die Vorlage wurde mit nur einer Änderung in der 2. Leitlinie beschlossen, die allerdings eine sprachliche Verbesserung, keine inhaltliche Änderung darstellt. Nach ausgiebiger Diskussion wurden die anderen Änderungsvorschläge nicht angenommen, sondern der ursprüngliche Text beschlossen. Dies ist besonders interessant im letzten Satz der 4. Leitlinie. Dort gab es einen Antrag, diesen Satz ganz zu streichen, doch die Synode votierte mit großer Mehrheit dafür diesen Satz für die Religionsfreiheit als letzten Satz der Leitlinien zu belassen.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Verabschiedung der Theologischen Leitlinien einen recht einmaligen Vorgang in der EKHN darstellt. Zum ersten Mal geben sich damit zwei Dekanate der EKHN nach einer vierjährigen Diskussion und vielen Rückmeldungen und Diskussionen auf allen Ebenen der Dekanate (Synoden, Konvente, Kirchenvorstände, Verbände, Gruppen und Kreise bis hin zu Jugendgruppen) eine verbindliche theologische Grundlage für ihre Arbeit.

Mit der Verabschiedung soll die Arbeit nun aber nicht zu Ende sein. Der Theologische Ausschuss der beiden Dekanate wurde beauftragt, die Rezeption und Umsetzung der Leitlinien zu steuern. Die Arbeit geht also weiter.

Herzlich danken wir den Mitgliedern des Theologischen Ausschusses für ihre Arbeit. Im gehörten, zum Teil zeitweise, an: Werner Müller, Pfarrer Olaf Schmidt, Pfarrer Dr. Holger Ludwig, Pfarrerin Barbara Benoit, Pfarrer Dr. Christian Ferber, Pfarrer Frank Kopania, Gemeindepädagoge Joachim Strauch, Dekan Pfarrer Gerhard Failing und Dekan Pfarrer Matthias Ullrich (Vorsitz).

Die theologischen Leitlinien mögen dazu dienen, dass „wir wahrhaftig seien in der Liebe und in allen Stücken zu dem hin wachsen, der das Haupt ist, Christus“ (Epheser 4,15). Möge das Gespräch und das Gebet über unseren gemeinsamen Weg und Auftrag dazu helfen, klarer zu sehen, offener zu bekennen und kraftvoller zu handeln, um das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zu bezeugen!