Dautphetal-Holzhausen. Wie geht es nach dem Reformations-Jubiläumsjahr weiter mit der evangelischen Kirche und mit dem Glauben? In einem Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde zeigt der bekannte Theologe und Schriftsteller Prof. Dr. Okko Herlyn am Dienstag, dem 12. Dezember, auf Einladung des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach Perspektiven und mögliche Antworten auf.

Evangelisch sein – was bleibt? Reformatorisches Erbe in einer veränderten Welt“ ist der Vortrag überschrieben, den der emeritierte Hochschullehrer um 19.30 Uhr in der Freizeit- und Bildungsstätte (FBS) des Dekanats in der Stegerstraße 44-46 hält. Dabei stellt der Referent grundlegende Erkenntnisse der Reformation in allgemeinverständlicher Form dar und legt sie auf ihre heutige Relevanz hin aus. Deutlich machen will Herlyn dabei, dass das „reformatorische Erbe“ nicht für nostalgisches Erinnern taugt, sondern ein überaus aktueller Impuls bleibt, mit dem sich der Protestantismus immer noch couragiert in die Probleme einer veränderten Welt einzumischen hat.

„Evangelisch sein – was bleibt?“ Zu diesem Thema spricht Professor Okko Herlyn am 12. Dezember in Holzhausen/H. (Foto: privat)

Okko Herlyn war lange Jahre Pfarrer in Duisburg und dann von 1994 bis 2011 Professor für Ethik, Anthropologie und Theologie an der Evangelischen Hochschule in Bochum sowie Privatdozent für Praktische Theologie an der dortigen Ruhruniversität. Er hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Zuletzt erschienen seine Bücher „Was ist eigentlich evangelisch?“ und „Das Vaterunser. Verstehen, was wir beten“. (klk/eöa)