Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) schätzt, dass im Jahr 2030 die evangelische Kirche rund ein Drittel weniger Mitglieder und die Hälfte ihrer finanziellen Möglichkeiten hat. 

Das merken haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter schon jetzt: „In den Gottesdienst kommen überwiegend ältere Leute“, bemerkte kürzlich eine Kirchenvorsteherin. „Unser Kindergottesdienst wird immer kleiner“, so ein ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Um auf die Herausforderungen adäquat zu reagieren, hat sich das Dekanat Biedenkopf dazu entschlossen, an dem Modellprojekt „Kirche in der Region“ der EKHN teilzunehmen. 

Mit diesem Projekt ist ein „Regionalisierungsprozess“ in Gang gesetzt worden: Kirchengemeinden sollen stärker zusammenarbeiten, damit die evangelische Kirche auch in Zukunft mit weniger Mitgliedern und weniger Geld ihre Angebote aufrecht erhalten kann. 

„Wir wollen mit dem Dekanat Biedenkopf lernen, was nötig ist, damit die Kirche in einer ländlich geprägten Region eine gestaltende Kraft bleibt“, sagte EKHN-Oberkirchenrätin Dr. Christine Noschka, die betonte: „Was hier passiert, ist eine Anregung für die gesamte Landeskirche.“