Dautphetal-Holzhausen. Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem ehemaligen Evangelischen Dekanat Gladenbach, dem Ngara-Distrikt und dem Diakoniezentrum Nkwenda. Dieses Jubiläum wird am Sonntag, dem 16. Juni, mit einem Partnerschafts-Gottesdienst gefeiert.

Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Holzhausen/H. und findet parallel zu der Feier in Ngara statt. Er wird vom Amani-Chor und dem Chor „Ad Novum“ aus Weidenhausen musikalisch mitgestaltet. Die Predigt hält Dekan Andreas Friedrich.

Nach dem Gottesdienst gibt es eine Kollektenversteigerung nach amerikanischem Vorbild (jeder zahlt nur die Differenz zum vorherigen Gebot), ein deutsch-tansanisches Büffet, viel Musik und ein buntes Programm im evangelischen Gemeindehaus. Weitere Infos und Kontakt: Marion Schmidt-Biber, Partnerschaftsausschuss des Ev. Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, Tel.: 06464/27 71 024, E-Mail marion.schmidt-biber@ekhn.de. (klk/eöa)

Hintergrund

Im November 1994 beschloss die Dekanatssynode des Evangelischen Dekanates Gladenbach, Partnerschaftsbeziehungen zum Ngara-District und zur Diakonischen Aussbildungsstätte Nkwenda aufzunehmen. Der Ngara-District liegt im Grenzgebiet von Tansania, Ruanda und Burundi und besteht aus inzwischen drei Kirchspielen mit 24 Kirchengemeinden. Die Diakonische Ausbildungsstätte Nkwenda liegt im Nordwesten Tansanias im Herzen der Karagwe-Diözese. Neben der Aussbildungsstätte entstanden dort eine Grundschule und ein Kindergarten.

Herzstück der Partnerschaften bilden die Besuche, die im Wechsel in Deutschland und Tansania stattfinden. Der erste Besuch fand bereits 1995 statt, und seitdem wurden vielfältige Beziehungen geknüpft. Daneben wurden und werden eine Reihe von Projekten auf den Weg gebracht, wie beispielsweise der Bau einer Krankenstation, ein Stipendienprogramm in Ngara sowie der Bau der Schule in Nkwenda und ein Solarprogramm.

Ziel dabei ist es, die Lebensituation der Menschen in den Partnerregionen nachhaltig zu verbessern. Möglich wurde dies durch eine Vielzahl von Kollekten und Spenden. Viele Menschen engagieren sich in Deutschland und Tansania für die Partnerschaftsarbeit. Ein Beispiel dafür ist das monatlich stattfindende Kirchencafé in Weidenhausen. Seit elf Jahren organisiert eine Gruppe der Gemeinde das Kirchencafé ehrenamtlich, backt Kuchen und spendet den kompletten Erlös für die Arbeit in Tansania. Dies alles sind Gründe, dankbar auf die vergangenen 25 Jahre zurückzublicken. (msb/eöa)