DEKANAT / Dautphetal-Holzhausen. Unter dem Motto „… auf Fels gebaut“ hat das Evangelische Dekanat Biedenkopf-Gladenbach das 25-jährige Bestehen seiner Partnerschaft mit dem Ngara-Distrikt in Tansania und dem dortigen Nkwenda-Deaconess-Center am Sonntag, den 16. Juni in Holzhausen gefeiert.

Der Partnerschaftsgottesdienst in der Kirche in Holzhausen wurde dabei nach der gemeinsam mit den Partnern in Tansania erarbeiteten Liturgie gefeiert. Das dies kein gewöhnlicher Gottesdienst werden sollte, zeigten schon die vielen bunten Kleider, in denen etliche Besucherinnen und Besucher erschienen waren. Auch die Musik spielte eine besondere Rolle. Das wurde schon beim Auftakt deutlich, zu dem der Chor „Ad Novum“ ein Lied sang, während Dekan Andreas Friedrich, Pfarrer Jörg Stähler und Marion Schmidt-Biber in die Kirche einzogen.

Kollektenversteigerung wie in Tansania: Lutz Herrmann und Antje Graf-Stör rufen Gebote für die Versteigerung eines tansanischen Kangas auf. Dafür kamen schließlich fast 50 Euro zusammen. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

Anschließend sang, ebenfalls nach afrikanischem Vorbild, die gesamte Gemeinde das Lied „Mungu yupo hapa“ (Gott ist gegenwärtig) an und stimmte sich damit auf den Gottesdienst ein. Nicht fehlen durfte dabei der Amani-Gospelchor, dessen Leiter Lee Cosmas Ndeiy die anfangs etwas müde wirkenden Besucher von den Sitzen holte und ihnen vermittelte, wie ausgelassen die Partner in Tansania ihre Gottesdienste feiern.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Besucher am Weltladenstand mit fair gehandelten Waren eindecken. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

Im Zentrum des Gottesdienstes stand neben Musik und Gesang auch das Gleichnis Jesu aus dem Matthäus-Evangelium von den beiden Bauherren, die ihre Häuser auf Sand und Fels errichtet haben. Dekan Andreas Friedrich griff die Geschichte in seiner Predigt auf und setzte sie in Beziehung zu der Partnerschaft mit Ngara. Wie das Gleichnis lehre, sei das Fundament, auf das ein Haus errichtet werde, verantwortlich dafür, was es an Stürmen und Unwetter und Beben aushalte, sagte er. Die Partnerschaft zwischen dem Dekanat und dem Ngara-Distrikt habe in dem gemeinsamen Glauben und der Liebe ein starkes Fundament: „Gegenseitige Besuche, Begegnungen und Freundschaften bilden die Stützmauern dieses Fundaments“, machte der Dekan bewusst.

Im Garten des Gemeindehauses war anschließend noch Zeit zur Begegnung und für Gespräche. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

Dies zeigte auch die Videobotschaft von Rev. Oscar Samwel: Auch in Tansania wurde an diesem Tag der Partnerschaftssontag gefeiert. Nach tansanischem Vorbild wurde auch die Kollekte eingesammelt. Sie wurde zum Altar gebracht und darunter fanden sich ähnlich wie in Tansania Naturalien und Geschenkartikel aus Tansania. Viel Spaß brachte die anschließende Versteigerung. Unter dem Auktionator Lutz Hermann erbrachen etliche Dinge einen hohen Preis, so dass am Ende eine sensationelle Kollekte von 800 Euro zusammenkam.

Lecker: Am deutsch-tansanischen Fingerfood-Büffet konnten die Beucher des Partnerschafts-Jubiläums sich stärken. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

Den herrlichen Sommerabend verbrachten die Besucher anschließend im Garten des Gemeindehauses, wo Marion Schmidt-Biber als Ökumenereferentin des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach viele ehemalige Wegbegleiter der Partnerschaft begrüßen konnte.

Der Amani-Chor und „Ad Novum“ sangen einzeln, aber wie hier zu sehen auch gemeinsam während der Feier einige Lieder. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

Schwungvolle Lieder der beiden Chöre, ein deutsch-tansanisches Fingerfood-Buffet, kühle Getränke und der aufgebaute Weltladenstand sorgten für ein fröhliches Fest.

Hildegard Platt (2.v.l.) unterhält sich am Rande des Jubiläumsfests mit langjährigen Mitgliedern aus dem Tansania-Arbeitskreis. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die den Tag mitgeplant, vorbereitet und einen Beitrag zu dem köstlichen Buffet geleistet haben; für die Gastfreundschaft in ihrer Kirche und im Gemeindehaus und an alle, die die Partnerschaft unterstützen. Asante sana! Marion Schmidt-Biber (Ökumenereferentin des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach)

Die Mitglieder der Dekanats-Delegation trugen erstmals gemeinsam die Gewänder, die sie im Januar als Abschiedgeschenke beim Besuch in Nkwenda erhalten hatten. (Foto: Marion Schmidt-Biber/eöa)