EKHN. Zwei Arbeitsbereiche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sind durch die Corona-Pandemie in ganz besonderem Maße gefordert: Die ErzieherInnen, die in den evangelischen Kindertagestätten die Notbetreuung gewährleisten, ebenso wie die Mitarbeitenden der Diakoniestationen. Kirchenpräsident Volker Jung und Pfarrer Carsten Tag als Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen haben ihnen am Freitag ihren Dank ausgesprochen.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat sich am Freitag (27. März) über Facebook bei allen Erzieherinnen und Erziehern in evangelischen Kindertagestätten für ihr Engagement in der Coronakrise bedankt. Seit genau zwei Wochen arbeiten viele Einrichtungen im Notbetrieb und sind nur noch für Kinder von Eltern aus besonderen Berufsgruppen wie etwa dem Gesundheitsbereich geöffnet. Sie versuchen dennoch vielerorts den Kontakt zu den Familien zuhause nicht abreißen zu lassen. Gleichzeitig stellt die Corona-Pandemie für viele Mitarbeitende eine große Herausforderung dar, weil sie am Arbeitsplatz mit den neuen Hygieneauflagen umgehen müssen oder selbst von der Krise in ihrem persönlichen Leben betroffen sind.

Kitas: Großes Engagement in der Notbetreuung

Auf Facebook (https://www.facebook.com/kirchenpraesident/) schreibt Kirchenpräsident Volker Jung:

Unsere Kirche ist Trägerin von etwa 600 Kitas. Sie sind ein ganz wichtiger Teil unserer kirchlichen Arbeit. Zurzeit gibt es wegen der Corona-Pandemie auch in unseren Kitas nur eine Notbetreuung. Betreut werden die Kinder von all denen, die im Moment in Pflege, medizinischer Betreuung und anderen sogenannten systemrelevanten Bereichen unverzichtbar sind. Erzieherinnen und Erzieher, Leitungen und Träger machen das möglich. Und mit vielen kreativen Ideen wird zudem vielerorts der Kontakt zu Kindern und Familien aufrechterhalten. Das ist ganz großartig. Im Namen und im Auftrag der Kirchenleitung danke von Herzen für die Arbeit unserer Kitas! Hoffentlich können bald wieder alle Kinder in die Kitas. Allen, die sich in unseren Kitas und für unsere Kitas engagieren, und natürlich allen Großeltern, Eltern und Kindern wünsche ich Gottes Segen in dieser schwierigen Zeit. Bleibt behütet!“

Auch die Mitarbeitenden und freiwillig Engagierten der Diakonie sind in diesen Tagen – wie viele andere auch – in besonderer Weise gefordert. Viele von ihnen stehen in ihrer Arbeit in direktem Kontakt mit Menschen, die erkrankt oder bei einer Ansteckung durch das Coronavirus besonders gefährdet sind.

Die Diakonie Hessen und ihre beiden Landeskirchen, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), danken ihren Mitarbeitenden nun in einem Schreiben für ihr Engagement. „Sie haben eine besondere Verantwortung und übernehmen einen für uns alle wichtigen Dienst der Fürsorge. Dabei gehen Sie auch ein hohes persönliches gesundheitliches Risiko ein“, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben von Pfarrer Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender (Diakonie Hessen), Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) und stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (EKHN). „Wir danken Ihnen, dass Sie sich so engagiert um hilfsbedürftige Menschen kümmern und sie in dieser schwierigen Zeit nicht im Stich lassen. Wir denken an Sie und wir beten für Sie!“ (PM / eöa)

Hintergrund

Insgesamt arbeiten rund 6.000 Erzieherinnen und Erzieher in den 600 Kindertagesstätten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Die Kirche unterstützt die Einrichtungen mit rund 50 Millionen Euro Eigenmitteln pro Jahr.

Diakonie Hessen

Die Diakonie Hessen ist 2013 aus der Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck hervorgegangen. Sie ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Diakonie Hessen ist als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.698* Mitarbeitende. Dazu kommen 664 Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen. Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit 446 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um 366 Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 31 Dekanate der EKHN, 20 Kirchenkreise der EKKW und 29 kirchlichen Zweckverbände. Insgesamt bietet die Diakonie Hessen so etwa 1490 Angebote für die Pflege, Betreuung und Beratung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenhilfe, Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe, Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen in besonderen sozialen Situationen an. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen rund 42.000 Mitarbeitende. *Stand Oktober 2019

Bildunterschrift Headerfoto:

Erzieherinnen wie Leonie Pitzer gewährleisten derzeit die Notbetreuung in den evangelischen Kindertagesstätten, hier in der Kindertagesstätte “Arche Noah” in Dautphetal-Herzhausen. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)