Battenfeld. Das hat die alte Kirche auch schon lange nicht mehr erlebt! 350 Menschen waren am Sonntag gekommen, um beim Ordinationsgottesdienst von Janina Albrecht, Pfarrerin der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Battenfeld und Rennertehausen, dabei zu sein.

Auch Mitglieder aus ihrer Vikariatsgemeinde Usingen, sowie Pfarrer und bisherige Wegbegleiter waren zur Ordination der 30-jährigen Seelsorgerin gekommen. Musikalisch begleitet vom Posaunenchor Allendorf zogen Kirchenvorstand, Gastpfarrer, Pröpstin Annegret Puttkamer, Dekan Andreas Friedrich und Pfarrerin Albrecht in die Kirche ein.

Vor dem Ordinationsgottesdienst (von links): Pfarrer Winfried Hess (Krankenhausseelsorge Bad Nauheim und Frankfurt), Ursula Henning (KV Usingen), Pfarrer Michael Tomaszewski (Kath. Schulseelsorger Mainz), Pröpstin Annegret Puttkammer, Pfarrerin Janina Albrecht, Pfarrer Bernd Nagel (Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN) und Dekan Andreas Friedrich (Dekanat Biedenkopf Gladenbach). (Foto: Willi Arnold)

Dekan Andreas Friedrich eröffnete den Gottesdienst, in dem Pfarrerin Albrecht die Verantwortung für ihre Kirchengemeinde übergeben wurde. Nach Schriftlesungen der Mitwirkenden und der Verlesung des Grundartikels der EKHN begann die feierliche Ordination, die mit dem Segen durch die Prpbstin und Worten an die Gemeinde abschloss.

Für ihre Festpredigt hatte Pfarrerin Albrecht, das Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ ausgewählt. Dazu sagte sie zu Beginn: „Seitdem ich hier wohne, hat sich mein Blick auf Pflugscharen geändert“, und stellte etwas später fest „Wie Sie merken, kenne ich mich nicht aus und mein Blick auf die landwirtschaftlichen Geräte ist völlig neu.“ In einem HNA-Interview hatte sie von einem Künstler gelesen, der Raketen zu Rosen umschmiedet. Über diese Tatsache und ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Menschen sprach sie dann in ihrer Predigt.

Auch die Kindergarten-Kinder hießen die Pfarrerin herzlich willkommen. (Foto: Willi Arnold)

Nach dem Gottesdienst waren die Besucher zu Kaffee und Kuchen im Kirchhof eingeladen. Dazu gab es Liedvorträge des Kinderchors und des gemischten Chores Querbeet aus Rennertehausen. Axel Marburg und Carsten Schäfer überbrachten die Grußworte der Battenfelder und Rennertehäuser Ortsvereine.

Vom Kirchenvorstand überreichte Anja Geil ein Fahrrad und sagte dazu: „Damit Du trotz sonntags gesperrtem Kirchweg pünktlich zum Gottesdienst nach Rennertehausen kommst.“ Für die Pfarrer im oberen Edertal sprach Stefan Geil (Dodenau). Dekanats-Präses Britta Duchardt-Linneborn dankte allen die während der Vakanzzeit wertvolle Arbeit verrichtet haben. „Sie sind ein Volltreffer für uns“ sagte Uli Amend für die Kitas Battenfeld und Rennertehausen, „und danke an die Pröpstin, dass sie uns mit ihnen einen so liebevollen und geerdeten Menschen zur Seite gestellt hat.” „Voll – Voll – Volltreffer, ja ein Volltreffer Gottes bist du.“.Das hatten die Kita-Kinder zu Beginn des Gottesdienstes gesungen und irgendwie wurde der „Volltreffer“ zum geflügelten Wort des Tages. Auch Bürgermeister Claus Junghenn hatte es mit übernommen, und er äußerte dazu den Wunsch „dass Sie unserer Gemeinde lange erhalten bleiben.“ Überwältigt von den vielen Besucher sagte Janina Albrecht zum Abschluss: „Danke allen, die mitgeholfen haben, dass ich so einen schönen Tag erleben durfte.“ (wi)

Anja Geil übergab als Geschenk des Kirchenvorstands ein Fahrrad. (Foto: Willi Arnold)