Grußwort zum Jahreswechsel 2019/2020

…schön, dass Sie hier bei uns vorbei schauen! Vielleicht zufällig? Oder ganz bewusst um zu schauen, was im Dekanat so los ist? So oder so: Schön, dass Sie da sind!

Die Zeit zwischen den Jahren (so wird die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester landläufig genannt) ist eine zweigeteilte Zeit. Wir kommen her von der besonderen Adventszeit, der Zeit der Erwartung des Kommens von Jesus. Dann Weihnachten: Gott kam in die Welt, um seinen Frieden zu bringen.

Und dann beginnt bald ein neues Jahr, und wir fragen uns, was es wohl bringen wird?

Weihnachtsfest – Gottesdienste – Kerzen – Feiern mit Familie oder Freunden – Besuche – Geschenke – Festtagsessen – Gespräche – Begegnungen

Das ist alles sehr schön. Und dennoch ist der Wunsch nach Stille in der Vorweihnachtszeit und auch in der Zeit danach bei vielen Menschen sehr groß.

Warum???

Diese Jahreszeit, in der es spät hell und früh dunkel wird, in der es uns also meteorologisch begründet eher in den eigenen vier Wänden hält, gibt die Möglichkeit, in uns selbst hinein zu hören. Uns zu besinnen. Vielleicht sogar ein Resümee zu ziehen über die Dinge, die uns im zu Ende gehenden Jahr beschäftigt haben.

In Bottenhorn steht zu Weihnachten im Altarraum immer ein prächtiger Weihnachtsbaum. Auch die Krippe, die als Titelfoto dient, ist in Bottenhorn zu finden – auf diesem Foto steht sie unter dem Baum auf dem Altar. Fotografiert hat beide Gero Arnold, der als Küster in Bottenhorn tätig ist. Herzlichen Dank für die Aufnahmen!

Jetzt ist Zeit, um auszuruhen. Viele Menschen haben jetzt Pause von der Arbeit und von den Anstrengungen des alltäglichen Lebens. Die Winterruhe schenkt uns die Möglichkeit, zu verarbeiten, zu regenerieren und Klarheit zu bekommen. Erlebtes kann einsortiert, verstanden und losgelassen werden. Jeder und jede für sich, in seinem persönlichen und eigenen angemessenen Tempo.

Und… ganz leise… – wir kommen ja von Weihnachten! – könnte der Gedanke reifen: Jesus!… kam vor 2000 Jahren ganz still und leise und ohne weltweites Aufsehen in unsere Welt. Und genau so leise kommt er auch heute noch zu uns. Durch liebevolle Gesten, durch ehrliche und freundliche Worte gibt Gott sich in unserem Leben einen Platz. Er lädt sich bei uns ein.

Genauso……leise, wie eine Schneeflocke, die in unseren Breitengraden mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird: Unscheinbar, leise und sanft sehen wir manchmal die Schneeflocken vom Himmel schweben, durch die Luft tanzen, jede auf ihre Weise. Und so zart und filigran sie auch zu sein scheinen, so hat jede einzelne im Zusammenspiel mit anderen dennoch eine enorme Kraft.

Gemeinsam ist besser als einsam

Etwas von dieser sich gegenseitig gebenden Kraft würden wir gerne als guten Vorsatz mit ins neue Jahr 2020 nehmen.

Es gibt viel zu tun in unserem Dekanat. An vielen Stellen wird geplant und vorbereitet für 2020, in den Gemeinden, Nachbarschaftsräumen, im Dekanat. Auch im neuen Jahr werden wir mit ganzer Kraft Menschen zum Glauben an Jesus Christus einladen, begleiten, trösten, ermutigen, taufen, konfirmieren, trauen, helfen, beraten und unterstützen.

Die Arbeit in den Nachbarschaftsräumen gestaltet sich ganz individuell und in jedem sind die Voraussetzungen, die Möglichkeiten, die Stärken und Schwächen unterschiedlich. Pfarrstellen müssen neu besetzt und Gemeindepädagogen müssen noch gefunden werden.

Besuch aus Tansania hat sich angesagt, auf den wir uns sehr freuen.

Die nächsten Kirchenvorstandswahlen im Sommer 2021 kündigen sich bereits an. Und das große Thema der „Freiburger Studie“ (Wohin und wie geht es mit unserer Kirche weiter in den nächsten Jahren bis 2060?), wird uns weiterhin beschäftigen.

Uns wird gewiss nicht langweilig und wir freuen uns über jeden, der diese Aufgaben mit uns anpackt, jeder mit seiner Fähigkeit und Gabe. Und wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich, die das schon lange tun!

Wir vertrauen darauf:

»Jesus Christus ist derselbe: gestern und heute. Er bleibt es für immer!« (Hebräer 13, Vers 8)

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Jahr 2020!

Bis bald

Ihre

Britta Duchardt-Linneborn (Vorsitzende der Dekanatssynode)

Andreas Friedrich (Dekan)

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