EKHN. Als erste Soforthilfe für die Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katstrophe in Sulawsi stellt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) 20.000 Euro bereit und bittet um weitere Spenden. Die EKHN hat direkt personelle Kontakte in das Katastrophengebiet. Dekan Andreas Friedrich hat am Donnerstag (4. Oktober) in einem Schreiben an die Kirchengemeinden nochmals auf die Spendenbitte und ihre Dringlichkeit hingewiesen.

Viele Menschen in der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main, die zur EKHN gehört, stammen aus dem Gebiet, unter ihnen auch die Pfarrerin der Gemeinde Yunita Rondonowu-Lasut. Sie machen sich große Sorgen um Freunde und Angehörige. In der besonders betroffenen Stadt Palu befindet sich der Sitz der Protestantisch-Indonesischen Kirche in Donggala (GPID). Die GPID ist eine der Mitgliedskirchen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) zu der auch die EKHN gehört. Die EKHN unterhält zudem eine Partnerschaft mit der evangelischen Kirche auf Sulawesi, deren Gebiet nördlich des Katstrophengebiets liegt. Auch dort bangen viele um ihre Angehörigen in dem betroffenen Gebiet.

„Erschütternde Berichte haben mich in den letzten Tagen über Gemeindeglieder der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde hier in Frankfurt erreicht“, sagt Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Ökumene in der EKHN. „Es ist ein Akt der Solidarität den Menschen in dieser ausweglosen und katastrophalen Lage zu helfen und ihnen zu zeigen: ihr seid nicht allein!“ Gemeinsam mit der Diakonie Katastrophenhilfe, der Evangelischen Mission in Solidarität und der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main ruft die EKHN zu Spenden auf unter

Diakonie Katastrophenhilfe, Stichwort: Erdbeben Indonesien, Spendenkonto: Evangelische Bank, IBAN: E68 5206 0410 0000 5025 02, BIC: GENODEF1EK1

Evangelische Mission in Solidarität, Stichwort: „Nothilfe Sulawesi“, Spendenkonto: Evangelische Bank, IBAN: DE85 5206 0410 0000 0001 24, BIC GENODEF1EK1

Am vergangenen Freitag erschütterten mehrere Erdbeben bis zur Stärke 7,4 auf der Richterskala die indonesische Insel Sulawesi. Ein zerstörerischer Tsunami folgte und erst langsam wird das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die meterhohe Wasserwand stürzte am Strand über die Kinder, Frauen, Männer. Tausende Menschen sind verletzt und haben alles verloren. Unter den zerstörten Gebäuden und in den Schlammlawinen werden noch viele Opfer vermutet. Rettungsarbeiten sind weiterhin erschwert, weil Straßen und Brücken zerstört sind. Mittlerweile sind erste Hilfslieferungen auf dem Weg.

EKHN-Pressemitteilung 103 / 2018 vom 2. Oktober 2018