Allendorf-Osterfeld. „Wege der Hugenotten in die Freiheit“ ist ein Vortrag im Lebenshaus Osterfeld überschrieben, den Karl-Hermann Völker (Wiesenfeld) am Mittwoch (13. März 2019) um 19.30 Uhr hält.

Schon lange vor Martin Luther gab es in Südfrankreich und den italienischen Alpen starke vorreformatorische Bewegungen der Hugenotten und Waldenser, die sich mit ihrem Armutsideal und Laienchristentum der Macht der katholischen Kirche widersetzten. Nach Aufhebung ihrer Duldung mit dem Toleranzedikt von Nantes in Frankreich 1685, nach Vertreibungen und Verfolgungen in Oberitalien machten sich tausende Hugenotten und Waldenser auf den Weg in die Glaubensfreiheit.

Das ist der historische Hintergrund für den europäischen Kulturwanderweg „Hugenotten- und Waldenserpfad“, der sich über 1800 Kilometer von Süd-Frankreich und der Schweiz über Wiesenfeld und Louisendorf bis nach Bad Karlshafen zieht. Der Wanderweg widmet sich auch den aktuellen Themen „Migration“ und „Exil“. Ziel des Projekts ist es darüber hinaus, das gemeinsame Kulturerbe in seiner internationalen, nationalen und regionalen Dimension zu verdeutlichen und somit das europäische Bewusstsein zu stärken.

Karl-Hermann Völker (Wiesenfeld) wird am Beispiel dieses Kulturwanderweges allgemeine Beweggründe für die Flucht damals, die Schicksale einzelner Glaubensflüchtlinge, ihr Ankommen in unserer Region und ihre Lebensbedingungen bis heute schildern. Der Vortrag findet auf Einladung der Erwachsenenbildung im Dekanat und im Rahmen des Dekanats-Jahresthemas “Freiheit… geschenkt?!” statt. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Dekanats-Homepage unter www.Dekanat-BiG.de. (klk/eöa)