DEKANAT / Battenberg. Wenn man die anstehenden Aufgaben sinnvoll verteilt und Herausforderungen gemeinsam begegnet, profitieren alle davon. Wie sich diese Binsenweisheiten praktisch für das Miteinander der evangelischen Kirchengemeinden im Oberen Edertal umsetzen lassen, war jetzt Inhalt eines Begegnungstages der Kirchenvorstände in der Gesamtschule Battenberg.

Gemeinsame überregionale Gottesdienste an wechselnden Orten, ein intensiverer Austausch der Kirchenvorstände aus den zwölf Gemeinden des Oberen Edertals und der Wunsch nach gemeindeübergreifenden Angeboten für Jugendliche waren einige der Themen, die am Ende des Tages auf der „To-Do-Liste“ standen. Außerdem wollen die Kirchenvorsteher die gemeinsame Internetseite des Nachbarschaftsraumes wiederbeleben und einen Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit bilden. All diese Vorhaben sollen bei einem ersten Treffen aller Kirchenvorsteher der Gemeinden im Oberen Edertal im Frühjahr 2020 in Hallenberg konkretisiert werden.

Wie lässt sich das Miteinander der Kirchengemeinden im Oberen Edertal in Zukunft gestalten? Das war Thema des Begegnungstags, zu dem sich die Kirchenvorstände des Nachbarschaftsraumes kürzlich getroffen haben. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

Die Begegnungstage sind aus den vorher üblichen Visitationen hervorgegangen, in deren Rahmen jeweils eine Kirchengemeinde von einer anderen besucht wurde und ihre Arbeit vorstellte – eine vergleichsweise aufwändige Form der Evaluierung. „Wir haben deshalb auch zunächst etwas gestöhnt, als wir hörten, dass das Evangelische Dekanat Biedenkopf-Gladenbach 2019/2020 dran ist mit der Visiation“, gab Dekan Andreas Friedrich eingangs des Besuchstags zu. Mittlerweile hätten aber bereits die ersten Treffen im Format der neu gestalteten Besuchstage stattgefunden und sich in dieser Form als wirklich „gut und wertvoll“ erwiesen, sagte er.

Gemeinsame überregionale Gottesdienste und gemeindeübergreifende Angebote für Jugendliche: Das waren zwei der Ziele, die die evangelischen Kirchengemeinden im Oberen Edertal künftig zusammen angehen wollen. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

Wir schauen gemeinsam, wie es weitergeht im Miteinander“, hatte Pfarrerin Annegret Puttkammer als die für die Visiationen zuständige Pröpstin für Nord-Nassau zu Beginn des Tages als Marschrichtung vorgegeben. Als professionelle Unterstützer führten Pfarrerin Eva Hillebold aus Kassel und Pfarrer Christoph Gerken als von der Evangelischen Kirche im Hessen und Nassau (EKHN) Beauftragter für Visationen namens des Instituts für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS) durch den Tag.

Was ist das Besondere meiner Kirchengemeinde? Die Kirchenvorstände kommen beim Begegnungstag bei der Kurzvorstellung auch mit Präses Britta Duchardt-Linneborn (re.) ins Gespräch. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

Hillebold und Gerken arbeiteten mit den rund 60 anwesenden Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern unter anderem heraus, worauf die Gemeinden besonders stolz und was die Ziele ihrer Arbeit für die nächsten Jahren sein können. An die Kirchenleitung gerichtet formulierten die Kirchenvorstände in diesem Zusammenhang den Wunsch nach Anleitung und Unterstützung, um weiterhin gelingende Gemeindearbeit leisten, ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen und fördern und so den Herausforderungen der Zukunft besser begegnen zu können. (klk/eöa)

Pfarrer Stefan Geil aus Dodenau stellt dem Plenum die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vor. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)