Was ist das denn? Was hat die Kirche mit gesellschaftlicher Verantwortung zu tun?

Dass die EKHN in Mainz ein „Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung“ hat, zeigt, wie wichtig ihr diese Fragen sind.

Als Kirche prägen wir das kulturelle und soziale Leben in unseren Dörfern und Städten mit und sind deshalb ein aktiver Teil der Gesellschaft.

Wir können uns nicht einigeln in unsere „Komfortzone“ und unter uns bleiben. Jesus gibt uns den Auftrag, das Evangelium in die Welt zu tragen (Markus 16,15).

Es gehört also zum Auftrag der Kirche und ihrer Mitglieder, die Gesellschaft kritisch zu begleiten und sich einzumischen und manchmal auch ein kritisches Gegenüber zu sein.

Zum Beispiel stellt uns der demographische Wandel in unseren Kommunen und Kirchen vor neue Aufgaben.

Die Sorgen um Umwelt und Klimaerwärmung und die Aufgaben beim Klimaschutz gehen uns alle etwas an. Die EKHN antwortet mit der Möglichkeit einer Umwelt-Zertifizierung für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, dem „Grünen Hahn“ – das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach mit einer jährlichen „Woche der Nachhaltigkeit“ in einer der Regionen des Dekanats.

Und selbst bei vermeintlich kirchenfernen Themen wie Freihandelsabkommen oder Mindestlohn oder Digitalisierung der Arbeitswelt hat die Kirche aus der Perspektive des Evangeliums eine Meinung und äußert sie bei Betriebsbesuchen, Gesprächen mit Geschäftsleitungen und Betriebsräten.

Seit September 2016 arbeitet Pfarrerin Katharina Stähler mit einer halben Stelle für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach.